Sonntag, 3. Mai 2015

[vegan] Löwenzahnhonig


"Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Biene mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, 
keine Tiere mehr, keine Menschen mehr!" 
Albert Einstein
Diese Aussage hört man momentan immer wieder in den Medien. Das Bienensterben ist großes Thema, betrifft es uns doch zwangsläufig alle. Um die kleinen Bienchen etwas zu entlasten kann man auch selbst tätig werden :-)

Honig an sich ist für die vegane Ernährung nicht geeignet, da es ein tierisches Produkt ist. Aber es gibt auch hier genügend Alternativen. Neben Ahornsirup und Agavendicksaft bin ich auch auf Löwenzahnhonig gestoßen. Und den kann man selbst herstellen. Das hat natürlich sofort meine Neugier geweckt :-)



Hier können auch die ganz kleinen schon mithelfen. Junior fand das ganze super! Da schmeckt es doch gleich doppelt so gut :-) Der Löwenzahnhonig eignet sich natürlich auch als Geschenk aus der Küche hervorragen. 


Im Netz gibt es verschiedene Anleitungen. Manche meinen, man sollte bei Regen, andere bei Sonnenschein sammeln (bei Sonne macht es auf jedenfall richtig Spaß). Manche befürworten das Kochen der ganzen Blüte, andere nehmen nur die Blütenblätter. Ich habe mich für die Variante der ganzen Blüte entschieden. 
Sammelt am besten nicht unbedingt an einer viel befahrenen Strasse, auch Wiesen die als Gassi-Gebiet hoch frequentiert werden eignen sich nicht unbedingt.

Für euren selbstgemachten Honig braucht ihr:

- 400 g Löwenzahnblüten
- 1 Bio - Zitrone
- 2 l Wasser
- 2 kg Zucker 
(ich habe je 1 kg weißer und brauner Zucker genommen. Das gibt eine tolle Farbe)

Die Blüten werden kurz gewaschen. In einen großen Topf geben und zusammen mit dem Wasser und der in Scheiben geschnittenen Zitrone aufkochen. Jetzt ca 30 Minuten kochen lassen. Anschließend abgedeckt für ca 24 Stunden ruhen lassen. 


Nach der Ruhephase ein Sieb mit einem sauberen Küchentuch auslegen und den Ansatz hineingeben. Die Flüssigkeit in einem großen Topf auffangen. Die Blüten gut auswringen. Nun den Zucker dazugeben und gut unterrühren. Aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze 4 - 6 Stunden kochen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Der Honig sollte die ganze Zeit leicht sprudelnd vor sich hin köcheln. 

Macht am besten hin und wieder eine Gelierprobe. Der Honig muss aber nicht so fest wie Marmelade werden. Nach dem Abkühlen im Glas wird er auch noch etwas fester. Ist euer Honig fertig, füllt ihr ihn in heiß ausgespülte Gläser, verschließt sie gut und lasst sie auf dem Kopf gestellt auskühlen. 


Haltbar ist der Honig laaaange. Im Netz kursieren Angaben von 2-5 Jahren ;-) 

Verwenden könnt ihr ihn wie Bienenhonig. Als Brotaufstrich, zum Müsli herstellen, im Tee, zum Backen oder zum Süßen allgemein. Durch den hohen Zuckeranteil solltet ihr ihn aber, wie auch sein tierisches Gegenstück, eher sparsam verwenden. 

Meiner ist durch den braunen Zucker relativ dunkel geworden und hat eine leicht karamellige Note. Sehr lecker und erinnert etwas an Waldhonig. Wer es lieber heller mag kann auch nur weißen Zucker nehmen. 

Viel Spaß bei der Honigherstellung!

Liebe Grüße
Eure Miri

Kommentare:

  1. Den hab ich auch schonmal selbst gemacht, das geht so einfach und schmeckt so lecker, daß selbst meine Familie, die erst seeeeehr skeptisch war, dann doch hellauf begeistert war und nach mehr verlangte

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  2. Ich war auch eher skeptisch am Anfang. Aber er schmeckt wirklich fast wie "echter" Honig. Hätte nur nie gedacht das man das selbst machen kann :-)

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