Sonntag, 3. Mai 2015

Vegan - ein Experiment


Ich teste für mich gerade die vegane Ernährung. Begonnen habe ich vor zwei, als Ziel stehen vier Wochen an. In diesem Artikel möchte ich euch etwas über meine Beweggründe und auch Ernährung allgemein erzählen :-) Da dies für manche ein sehr emotionales Thema darstellt, möchte ich auf eines nochmal ausdrücklich hinweisen: Hier auf meinem Blog spiegelt jeder Artikel meine ganz persönliche Meinung wieder

Ich glaube, dieser Artikel könnte etwas länger werden. Also macht es euch gemütlich...


Was ist eigentlich vegan?
Veganismus ist eine aus dem Vegetarismus hervorgegangenen Einstellung sowie Lebens- und Ernährungsweise. Vegan lebende Menschen meiden entweder zumindest alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs oder aber jegliche Nutzung von Tieren und tierischen Produkten insgesamt. Ethisch motivierte Veganer achten zumeist auch bei Kleidung und Gegenständen des Alltags darauf, dass diese frei von Tierprodukten und Tierversuchen sind. 
Vegan lebende Menschen nennen als mögliche Motive für ihre Lebensweise Argumente aus dem Bereich Tierethik, Tierrechte, Tierschutz, Umweltschutz, Gesundheit, Verteilungsgerechtigkeit, Welternährungsproblematik oder religiöse und/oder herrschaftskritische Ansätze
(Quelle: Wikipedia)

Neugier
So richtig hatte ich mich mit der veganen Lebensweise noch nie auseinandergesetzt. Nachdem das Thema immer präsenter wird wurde ich neugierig. In diversen Gruppen, Blogs und Artikeln ließt man darüber. Rein vegane Koch- und Backbücher kommen auf den Markt. Selbst im ganz normalen Supermarkt findet man immer mehr vegane Produkte. Auch von euch kamen immer mehr Anfragen über Rezepte und Erfahrungen. Zeit also, sich selbst ein Bild davon zu machen. Vor allem da ich bis dato noch nie Tofu, Soja, Mandel- Reis oder andere Milchsorten versucht habe. 


Gesundheit
Ich habe in den letzten Wochen leider meine gesunde Ernährung ziemlich schleifen lassen. Von den täglichen fünf Obst/Gemüseportionen war ich Meilen entfernt. Vor knapp fünf Monaten habe ich zusätzlich noch das Rauchen gelassen, und meinen Süßigkeitenkosum enorm gesteigert. Es war klar, eine Ernährungsumstellung muss dringend her. Ich wollte mich wieder bewusster und auch gesünder, mit viel Obst und Gemüse ernähren. Um meine ungesunden Gewohnheiten auch zu ändern, habe ich mir deshalb das Ziel von vier Wochen gesetzt. In den letzten Monaten hatte ich ein ständiges Unwohlsein, teilweise schon Dauer-Übelkeit die mich begleitete. Seit ich jetzt komplett auf Milchprodukte verzichte ist dies so gut wie verschwunden. 
Bewusst isst ein Veganer auf jeden Fall. Man setzt sich mehr mit Lebensmitteln auseinander. Ich fand das schon erschreckend wo überall "Tier" drin ist. 
Bei diesem Artikel auf Wikipedia findet ihr weiter unten auch eine Übersicht diverser Nährstoffe im Vergleich Veganer und omnivore Esser. Es gibt teilweise Defizite, allerdings bei beiden Gruppen. Manchmal punkten die Veganer, bei anderen wieder die Fleischesser. Möchte man eine komplexe Versorgung in den empfohlenen Mengen, müssten wohl alle Menschen, gleich welche Ernährungsform, zusätzlich Nahrungsergänzung nehmen. 


Tierhaltung
Natürlich ist auch das ein großes Thema der veganen Lebensweise. Ich habe mich mal etwas mit den Themen artgerechte Haltung und Massentierhaltung beschäftigt. Teilweise ist es leider unter aller Sau was in den Ställen vor sich geht. Es gibt auch hier natürlich Ausnahmen! Macht euch am besten selbst mal ein Bild darüber und recherchiert etwas im Netz. Ihr könnt euch in eurer Nähe nach Hofläden, Direktvermarktern und Märkten allgemein umschauen und da einkaufen. 
Eine kleine Übersicht über Hühnerhaltung und warum "Bodenhaltung" nicht das wahre ist findet ihr hier. Auch eine kleine Information über Antibiotikaeinsatz ist da mit dabei. 
Es gibt die Initiative Kuh+Du die sich für artgerechte Haltung von Milchkühen einsetzt. In ihrer Broschüre findet ihr auch eine Übersicht von Marken/Herstellern und die Bewertung dazu. Je mehr Milchflaschen, desto besser und artgerechter Leben die Tiere. Und da dies nicht unbedingt ein Maßstab für "Teuer" ist habe ich ein paar Preise für euch verglichen:


Meine allgemeine Meinung zu Lebensmitteln/Ernährung


Jeder muss/soll für sich entscheiden was er isst, wieviel und in welcher Qualität. 
Ich persönlich kann mit diesem "billig und viel" nichts anfangen. Ich möchte Qualität haben (was auch nicht teuer sein muss ;-) ) Wann fing diese Geiz-Mentalität bei unseren Lebensmitteln eigentlich an? Es muss immer möglichst viel für wenig Geld sein. Sind "Luxusgüter" wirklich wichtiger und sinnvoller wie Lebensmittel? Für mich bedeutet Essen auch Kultur, Genuss, Geselligkeit, Gemeinschaft. Es macht Spaß zusammen zu kochen, Rezepte zu testen und anschließend gemütlich am Tisch zu sitzen. Auch unsere Gesundheit spielt hier eine Rolle. Wir brauchen Nahrung um zu (über)leben. Das Essen aber auch krank machen kann dürft unumstritten sein. Also sollte das nicht schon Grund genug sein, unser Einkaufsverhalten ab und an kritisch zu begutachten?

Manche argumentieren das Fleisch im Supermarkt viel billiger wie beim Metzger ist. Das mag sein, aber was ich im Supermarkt noch "gratis oben drauf" bekomme oder vielleicht auch mitesse was ich lieber nicht wissen will, sei mal dahin gestellt. Das die Qualität leidet dürfte jedem klar sein. Und damit wird leider auch die Massentierhaltung unterstützt. Jeder neue Skandal sollte zum Umdenken aufrufen. Die gängigen Ernährungspyramiden empfehlen auch nicht täglich Fleisch, und ein XXXL-Schnitzel habe ich da auch noch nie gesehen ;-)

Wie reagiert die Umwelt? 
Spannend und Überraschend - sowohl positiv als auch negativ. Natürlich bemerkt auch das Umfeld eine solche Ernährungsumstellung. Nur weil ich mich momentan vegan ernähre ändert das ja meinen Tagesablauf und Terminkalender nicht ;-) Da ich noch sehr unsicher bin und auf der sicheren Seite sein wollte nehme ich momentan mein Essen in der Regel mit. So ergeben sich oftmals viele interessante Gespräche. Bei einigen hatte ich mich innerlich schon auf blöde Kommentare eingestellt, und genau mit solchen Personen habe ich die interessantesten und angeregtesten Gespräche geführt :-) Andere, die ich sonst eher als "offen" erlebte (oder einschätzte) fanden das ganze dann "lächerlich", "überzogen", "total übertrieben" oder "nur noch öko". 
Im großen und ganzen habe ich aber das Glück, dass niemand aus meinem direkten Umfeld so denkt :-)

Gerade in meinem Overnight Oats finde ich Mandelmilch richtig lecker und der Kaffee schmeckt ganz normal mit Sojamilch :-) Obst und Gemüse machen einen Großteil des täglichen Speiseplanes aus. Einige Süßigkeiten wurden ersatzlos gestrichen (und dadurch komme ich natürlich auch in den Genuss das ein paar Kilo schmelzen - ein wunderbarer Nebeneffekt)



Ich werde euch hier auf dem Blog immer wieder ein paar vegane Rezepte vorstellen. Vielleicht mag der ein oder andere sie ja mal ausprobieren und damit den Speiseplan ergänzen. 

Ich freue mich wenn ihr es bis hier her gelesen habt und hoffe, der ein oder andere hat vielleicht auch einen kleinen Denkanstoß mitgenommen :-)

vegane Butter und Schokolade :-)
Liebe Grüße
Eure Miri

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